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ETF-Sparplan einrichten: Schritt für Schritt zum ersten Investment

28. Sept.
5 Min. Lesezeit

ETF-Sparplan einrichten: Schritt für Schritt zum ersten Investment

Du möchtest regelmäßig Geld investieren, weißt aber nicht genau, wie du anfangen sollst? Ein ETF-Sparplan kann den Einstieg deutlich einfacher machen. Statt jeden Monat aufs Neue zu überlegen, wann und wie viel du investieren möchtest, legst du einmal einen Sparplan fest – anschließend wird der gewünschte Betrag automatisch investiert.

Dabei brauchst du weder ein großes Startkapital noch musst du täglich die Börse beobachten. Entscheidend ist vielmehr, eine passende Strategie zu wählen, die zu deinen finanziellen Möglichkeiten und deinem Anlagehorizont passt.

In diesem Guide zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du einen ETF-Sparplan einrichtest, worauf du bei der Auswahl achten solltest und welche typischen Fehler du als Einsteiger vermeiden kannst.


Was ist ein ETF-Sparplan?

Ein ETF-Sparplan ist eine regelmäßige Investition in einen börsengehandelten Indexfonds. Du legst einen bestimmten Betrag fest, der beispielsweise monatlich von deinem Verrechnungskonto abgebucht und in den ausgewählten ETF investiert wird.

Ein Beispiel: Du möchtest jeden Monat 100 Euro investieren. Statt selbst daran denken zu müssen, wird der Betrag automatisch zum festgelegten Termin investiert.

Der große Vorteil liegt in der Einfachheit. Du kannst bereits mit relativ kleinen Beträgen starten und über einen längeren Zeitraum ein Wertpapierportfolio aufbauen. Wichtig ist allerdings: Ein ETF-Sparplan ist keine Garantie für Gewinne. Der Wert eines ETFs kann steigen und fallen, und auch bei breit gestreuten ETFs sind zwischenzeitliche Verluste möglich.


Schritt 1: Finanzielle Grundlage schaffen

Bevor du deinen ersten ETF-Sparplan einrichtest, solltest du deine finanzielle Situation

ETF-Sparplan einrichten: Schritt für Schritt zum ersten Investment

betrachten. Investiertes Geld sollte grundsätzlich langfristig zur Verfügung stehen können.

Zunächst lohnt sich deshalb ein Blick auf deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Wie viel kannst du regelmäßig zurücklegen, ohne dass dein finanzieller Spielraum zu knapp wird?

Auch eine finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben ist sinnvoll. Denn wenn plötzlich eine größere Rechnung kommt, möchtest du nicht unbedingt deine langfristigen Investments verkaufen müssen. Der Sparplan sollte deshalb zu deinem Alltag passen. Ein Betrag, den du jeden Monat problemlos aufbringen kannst, ist meist sinnvoller als eine hohe Sparrate, die dich finanziell unter Druck setzt.


Schritt 2: Das passende Depot auswählen

Um einen ETF-Sparplan einzurichten, brauchst du zunächst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker. Bei der Auswahl solltest du nicht ausschließlich auf die Werbung „kostenloser ETF-Sparplan“ achten. Interessant sind unter anderem die tatsächlichen Sparplankosten, die Auswahl an ETFs, mögliche Orderkosten und die allgemeinen Depotbedingungen. Auch die Benutzerfreundlichkeit kann eine Rolle spielen. Gerade als Einsteiger ist es angenehm, wenn du Sparpläne unkompliziert ändern, pausieren oder später wieder anpassen kannst. Vergleiche deshalb die Konditionen und lies die aktuellen Preis- und Leistungsverzeichnisse, bevor du dich entscheidest.


Schritt 3: Einen passenden ETF auswählen

ETF-Sparplan einrichten: Schritt für Schritt zum ersten Investment

Jetzt kommt der wichtigste Teil: die Auswahl des ETFs. Für langfristige Anlagen interessieren sich viele Einsteiger für breit diversifizierte Aktien-ETFs, die einen großen Markt oder mehrere Regionen abbilden. Statt auf einzelne Unternehmen zu setzen, investierst du dadurch gleichzeitig in viele verschiedene Unternehmen.

Bei der Auswahl solltest du unter anderem auf den zugrunde liegenden Index, die Anzahl und Zusammensetzung der enthaltenen Wertpapiere, die laufenden Kosten und das Fondsvolumen achten. Auch die Frage, ob ein ETF die Erträge ausschüttet oder automatisch wieder anlegt, kann relevant sein. Bei einem ausschüttenden ETF werden Erträge an Anleger ausgezahlt. Bei einem thesaurierenden ETF werden sie im Fonds wieder angelegt. Welcher ETF zu dir passt, hängt letztlich von deiner persönlichen Strategie und deinen Anlagezielen ab.


Schritt 4: Die Sparrate festlegen

Nun bestimmst du, wie viel du regelmäßig investieren möchtest.

Das können beispielsweise 50, 100 oder 250 Euro pro Monat sein. Entscheidend ist nicht, möglichst viel zu investieren, sondern eine Sparrate zu wählen, die langfristig zu deinem Budget passt. Viele Broker ermöglichen es außerdem, die Sparrate später anzupassen. Wenn dein Einkommen steigt, kannst du beispielsweise deine monatliche Investition erhöhen. Umgekehrt kannst du sie bei finanziellen Engpässen reduzieren oder vorübergehend pausieren. Diese Flexibilität macht ETF-Sparpläne auch für Menschen interessant, deren finanzielle Situation sich im Laufe der Zeit verändert.


Schritt 5: Ausführungstag und Intervall auswählen

Als Nächstes legst du fest, wann und wie häufig dein ETF-Sparplan ausgeführt werden soll.

ETF-Sparplan einrichten: Schritt für Schritt zum ersten Investment

Bei vielen Anbietern kannst du zwischen verschiedenen Ausführungsterminen wählen. Häufig wird monatlich investiert, teilweise sind auch andere Intervalle möglich.

Für langfristiges Investieren ist der genaue Tag normalerweise weniger entscheidend als die regelmäßige Umsetzung deiner Strategie. Niemand kann zuverlässig vorhersagen, welcher Börsentag langfristig der günstigste sein wird. Ein automatisierter Sparplan nimmt dir deshalb eine wichtige Entscheidung ab: Du musst nicht jeden Monat aufs Neue versuchen, den „perfekten“ Einstiegszeitpunkt zu finden.


Schritt 6: Sparplan prüfen und einrichten

Bevor du den Sparplan bestätigst, solltest du die Angaben noch einmal sorgfältig kontrollieren.

Prüfe insbesondere:

  • den ausgewählten ETF beziehungsweise die Wertpapierkennnummer

  • die Sparrate

  • das Ausführungsintervall

  • den Ausführungstermin

  • das hinterlegte Verrechnungskonto

  • mögliche Kosten

Wenn alles passt, kannst du den Sparplan einrichten.

Ab diesem Zeitpunkt läuft die Investition automatisch nach den von dir festgelegten Bedingungen.


Schritt 7: Langfristig investieren und nicht ständig eingreifen

Der vielleicht schwierigste Schritt kommt nach der Einrichtung: nichts überstürzen.

Die Börse bewegt sich ständig. Kurse steigen, fallen und reagieren auf wirtschaftliche Entwicklungen, politische Ereignisse und Nachrichten. Gerade bei einem langfristigen ETF-Sparplan sind solche Schwankungen normal. Es kann deshalb kontraproduktiv sein, täglich auf das Depot zu schauen und bei jeder Kursbewegung die eigene Strategie infrage zu stellen. Ein langfristiger Sparplan lebt von Regelmäßigkeit und Disziplin. Das bedeutet nicht, dass du dein Depot niemals überprüfen solltest. Eine gelegentliche Kontrolle ist sinnvoll ständiges Eingreifen aufgrund kurzfristiger Marktbewegungen ist dagegen etwas anderes.


Was passiert, wenn die Börse fällt?

Diese Frage beschäftigt besonders viele Einsteiger.

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Wenn dein ETF an Wert verliert, bedeutet das zunächst, dass der aktuelle Marktwert deiner Anteile gesunken ist. Bei einem laufenden Sparplan investierst du während dieser Phase weiterhin regelmäßig. Dadurch kaufst du bei niedrigeren Kursen automatisch mehr ETF-Anteile für denselben Sparbetrag als bei höheren Kursen. Das kann langfristig ein Vorteil sein, garantiert aber selbstverständlich keine positive Rendite. Entscheidend ist deshalb, dass du einen Anlagehorizont wählst, der zu den Risiken deiner Anlage passt und kurzfristige Schwankungen aushalten kannst.


Häufige Fehler beim ETF-Sparplan

Einer der häufigsten Fehler ist, sich zu stark auf vergangene Renditen zu konzentrieren. Nur weil ein ETF in der Vergangenheit gut gelaufen ist, bedeutet das nicht, dass sich diese Entwicklung wiederholt. Auch ein ständig wechselnder ETF kann problematisch sein. Wer bei jeder neuen Empfehlung den Sparplan verändert, verliert schnell eine klare Strategie.

Ein weiterer Fehler ist eine zu hohe Sparrate. Investieren sollte nicht dazu führen, dass du deine laufenden Kosten nicht mehr bezahlen oder keine Rücklagen für unerwartete Ausgaben bilden kannst. Und schließlich solltest du die Kosten nicht völlig außer Acht lassen. Selbst kleine Gebühren können sich über einen langen Zeitraum auf die Rendite auswirken.


Wie viel Geld sollte man in einen ETF-Sparplan investieren?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Die richtige Sparrate hängt von deinem Einkommen,

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deinen Ausgaben, deinen Rücklagen und deinen persönlichen Zielen ab. Ein sinnvoller Ansatz ist, zunächst dein monatliches Budget zu betrachten und anschließend einen Betrag festzulegen, den du auch langfristig regelmäßig investieren kannst. Wenn du beispielsweise zunächst mit 50 Euro startest, ist das kein Problem. Du kannst deine Sparrate später erhöhen, wenn sich deine finanzielle Situation verbessert. Konstanz ist wichtiger als ein möglichst hoher Startbetrag.


Fazit: ETF-Sparplan einrichten und langfristig dranbleiben

Einen ETF-Sparplan einzurichten, ist technisch heute relativ unkompliziert. Die größere Herausforderung besteht darin, eine Strategie zu finden, die zu den eigenen finanziellen Zielen passt – und sie anschließend auch in schwierigen Marktphasen beizubehalten. Der Weg lässt sich auf sieben Schritte reduzieren: finanzielle Grundlage prüfen, Depot auswählen, ETF recherchieren, Sparrate festlegen, Ausführung einstellen, Angaben kontrollieren und anschließend langfristig investieren. Ein ETF-Sparplan kann damit ein einfacher Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau sein. Trotzdem bleibt es eine Geldanlage mit Risiken: Kurse können schwanken und Verluste sind möglich. Wer diese Risiken versteht, seine Sparrate realistisch wählt und langfristig plant, schafft eine gute Grundlage für einen strukturierten Einstieg in die Welt der Geldanlage.


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